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FLUR TEILUNG
Hakenstedt besitzt eine Flurgröße von 1.200 Hektar, 600 Hektar davon im Besitz der Braunschweig-Stiftung, die zweite Hälfte wird privat bewirtschaftet. 

Nach Gründung des Klosteraussenhofes um 1280 erwarb Mariental alle Hofstellen, kam so in den Besitz der gesamten Hakenstedter und Dodendorfer Flur. Urkunden von 1323 berichten, daß sämtliche Einwohner Hakenstedts den Ort verlassen hatten, lediglich Hofpersonal war geblieben. Dodendorf wurde wüst.

Zu Beginn des 14. JH führten klimatische Ausnahmen zu mehreren Missernten, grassierende Epidemien rissen viele Menschenleben dahin. Der große Verlust von Arbeitskräften führte zur Ansiedlung von Bauerfamilien, die einen Hof gründen konnten und Flurstücke zur Bewirtschaftung von Mariental erhielten. Seit dem entwickelte sich die Zweiteilung der Hakenstedter Flur.

Fluraufteilung 1944 (vor dem Zweiten Weltkrieg)
600 Hektar = 2.400 Morgen Klostergut Hakenstedt 
600 Hektar = 2.400 Morgen Privat davon:

1.570 Morgen        6 Großbauern (Ackermänner) und
   870 Morgen ca. 25 Mittel- und Kleinbauern 
                               (Groß- und Kleinkossaten), sowie
                               Häusler, Krug, Bäcker, Kirche, Gemeinde

Seit dem 14. JH strukturierte sich ein Bauernstand, der bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges existierte und eine fast gleichbleibende Anzahl von Höfen aufwies. Bauernstände unterschieden sich nach Grundbesitz, Flurgröße und Viehbestand.

Ackermänner besetzten den ersten Rang, gefolgt von Halbspännern, Großkossaten und Kossaten. Später komplettierten Häusler und zuletzt besitzlose Mieter den Reigen der Bewohner.

Häusler verfügten im Gegensatz zu Bauern über kein eigenes Land, waren meist abhängig beschäftigt, oder betrieben kleine Landwirtschaften im Nebenerwerb. Einige von ihnen betätigten sich als Handwerker oder Kaufleute. Häusler bekamen kleine Grundstücke, auf denen sie Wohnhaus und Stallung erbauten, mit wenig oder kaum Gartenland.

Heute noch prägen Häuslergrundstücke das historische südliche Randgebiet des Ortes. Als Ausgleich zum fehlenden Hausgarten erhielten sie ein kleines Flurstück zur Bewirtschaftung. Auf der unten eingefügten Flurkarte sind 20 Handtuchfelder von Häuslern am Welkeweg, auch Hüslingeswech, ausgewiesen.