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FUCHSLOCH
Gebäude mit Geschichte (2)
Das älteste Gebäude ist unser Kirchturm aus dem 12. Jh., doch noch
älter ist die kleine Glocke die er beherbergt, sie stammt aus der
Schlosskapelle und gehört ins 11. Jh. Ein weiteres altes Gebäude komplettiert
das antike Trio, es ist die unter Denkmalschutz stehende alte Steinscheune auf
dem Stiftungsgut, historisch als „Fuchsloch“ ausgewiesen.
Um 1280 entstand der spätere Klosteraussenhof durch Vereinigung von
drei benachbarten Bauernhöfen, die Mariental zusammenlegte. Mitten drin verlief
ein alter Weg, wohl die damalige Hauptstraße (von der heutigen Kreuzung
kommend, direkt an der Eiche vorbei, hin zum See).
Wegen dieses Weges verfasste Mariental 1302 ein Bittschreiben an den
Magdeburger Erzbischof. Anliegen war die Umverlegung des, „vom östlichen zum
westlichen Tor um die klösterliche Steinscheune führenden Weges“. Grund dafür
stellten Störungen des Hoflebens sowie der Ruhezeiten dar.
Der Bischof stimmte dem Antrag zu, es kam zur neuen Wegführung um
den Hof, heute Nachthaube und Alte Dorfstraße. Rings um den Klosterhof bildeten
sich nach nur wenigen Jahren neun große Bauernhöfe, deren Existenz in Erbfolge
1945 mit Einmarsch der sowjetischen Armee durch sofortige Enteignung oder
spätere Zwangskollektivierung endete.
Der Vergleich von 1730 zu 2026 zeigt das im Stiftungsgut als
Fuchsloch bezeichnete Scheunengebäude. Diese Steinscheune genießt schon lange Denkmalschutz, der es vor
Abriss aber nicht vor dem Zahn der Zeit bewahrte.
Nach Rückübertragung des Stiftungsgutes 1992 an die 1945 enteignete
Braunschweig-Stiftung kam es zu grundhaften Sanierungsarbeiten des gesamten Gebäudebestandes
mit Teilerneuerung, das Hofgelände wurde modernisiert.
Erhaltende Bauarbeiten erlebte das alte Mauerwerk der Steinscheune
mit Erneuerung des Dachstuhls sowie Innenbodens und einer innen ausgeführten
Stabilisierung des Mauerwerkes mit stützenden Betonelementen.
