Der vom Zisterzienserkloster Mariental im ausgehenden 13. Jh. gegründete Klosteraussenhof entwickelte sich zu einem dominanten Wirtschaftsfaktor im Ort. Das heutige Stiftungsgut präsentiert eine umfangreiche Historie.
Im regionalen Umfeld verfügte Mariental über weitere Standorte mit eigenem Wirtschaftshof so acht im Lappwald, drei in der Helmstedter Mulde, im Harz einen und in der Magdeburger Börde fünf. Insgesamt siebzehn Wirtschaftshöfe, sogenannte Grangien. Weiterer Grund- und Landbesitz ergänzte das Eigentum des Klosters in diesen Regionen.
In unserem Umfeld besaß Mariental Höfe in Warsleben (300 ha), Hamersleben (412,5 ha), Neinstedt (457,5 ha), Kowelle (120 ha), Siegersleben (250 ha), Mammendorf (262,5 ha), Brandsleben (375 ha) und Hakenstedt mit 712,5 Hektar.
Mariental als Sitz der zisterziensischen Klosterverwaltung war zuständig für die Einhaltung von Ordensregeln und die zentrale Lenkung der Wirtschaftshöfe. Von Mariental überwachte die Klosteradministration die Auflagen des Ordens und wirtschaftliche Angelegenheiten. Mariental koordinierte Anbaupläne, strukturierte Wirtschaftsmethoden und setzte stets effektiv Neuerungen bei landwirtschaftlichen Prozessen um, ohne dabei die Entscheidungsfindung einzelner Höfe zu sehr zu beschneiden.
Zisterzienser hatten bei Weinbau, Fischwirtschaft, Schafzucht, Imkerei und natürlich der Landwirtschaft ein hohes Ansehen erworben. Sie bestimmten den Fortschritt ihrer Zeit maßgeblich mit.